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Buch der Woche

Ja, schon klar… Zur Zeit ist es sehr warm draussen und da hat man natürlich wenig Lust etwas zu lesen. Eigentlich will man ja nur rumliegen… aber wenn euch das Rumliegen dann doch zu langweilig wird, ja, da haben wir genau das Richtige…. Ein Buch das es im Prinzip nur bei uns und beim Autor selbst gibt. „Punks op de deel“ von Thomas Lötzsch. Thomas Lötzsch ist nun wahrlich kein Unbekannter, der gute war (oder ist) der Sänger von Illegal 2001 (Ich denke die dürften wohl einigen von euch durchaus noch ein Begriff sein). Somit dürfte klar sein er weiss worüber er schreibt wenn er seine Jugend als Punkrocker im hohen Norden beschreibt.

Und wir haben auch einen neuen Rezensenten an Bord. In Sachen Punk Literatur führt wohl an dem Herrn Sascha „Wobbel“ Wobolski kein Weg vorbei…Wer ihn kennt weiss was ich meine….Naja, der gute hatte also das vergnügen das Buch für euch zu lesen, wie er es fand, lest ihr weiter unten.

Klappentext:

„Punks op de Deel“ handelt von einer Kindheit, Pubertät und Jugend im beschaulichen Hohenwestedt, einer 5000-Seelen-Gemeinde im Herzen von Schleswig-Holstein. Die erste Zigarette, Alkohol, Mofas und Mädchen. Scheidung der Eltern, Schwarzpulver, die erste eigene Gitarre, Punk, und Marihuana. Die erste Punkrockband, das erste Mal auf die Fresse, Komplexe und Liebeskummer. Von der Geburt bis zum Rauswurf…

Herr Wobolski meint:
Thomas Lötzsch scheint ein sympathischer Typ zu sein, zumindest grinst der 1964 in Itzehoe geborene selbstständige Muikpädagoge den Betrachter von der Rückseite seines autobiografischen Romans leutselig an und vermittelt dem Leser einen Abriss seiner Adoleszenz. Hierbei geht er chronologisch zu Werke und spart nicht an familiären Einblicken und Anekdoten; dabei wird die ganze Bandbreite, von der Trennung der Eltern, dem Bezug zu den Großeltern bis hin zur ersten Freundin, zum ersten Auto und zur ersten Band abgedeckt. Was nach einem typischen Coming-Of-Age-Roman klingt ist auch einer. Lötzsch thematisiert seine Jugend in der schleswig-holsteinischen Provinz und seine musikalische Sozialisation, die ihn vom Mainstream-Rock der 1970er zum Punk bringt…

…und das klingt irgendwie bekannt. Denn bereits 2004 arbeitete sich Rocko Schamoni in seinem Roman Dorfpunks am gleichen Thema zur selben Zeit im gut 80 Kilometer entfernten Lütjenburg ab. In Schamonis Roman ist Wut, Gewalt, die Suche und die Flucht aus der Provinz allgegenwärtig. Dagegen fällt der Rückblick des SH-Punks Lötzsch deutlich milder aus. Und das macht sein Buch lesenswert, das Gefühl mit alten Freunden die eigene Jugend erneut zu durchleben.
All denen, die wissen, dass gutes Essen kein Paniermehl braucht und der Punk die Nostalgie, sei Lötzschs „Punk op de Deel“ ans Herz gelegt!

Nebenbei, das gute Stück kriegt ihr auch HIER in unserem Onlineshop.

…und hier noch eine kleine Kostprobe, gelesen vom Autor selbst: