Artikel

Buch der Woche – 18.07.2011 bis 23.07.2011

Das Buch der Woche ist diese Woche ein Krimi, um genau zu sein, ein Noir-Thriller: „Tödliche Injektion“ von Jim Nisbet aus dem Verlag „Pulp Master„. Aufmerksame Leser werden sich jetzt wundern. „Pulp Master“? Hm, der Verlag taucht hier sonst garnicht auf?….
Ja, richtig…. Wir sind, nachdem wir die ersten drei Monate überlebt haben, dabei unser Programm zu erweitern. Es kommen ein paar schöne Indie-Verlage dazu, doch dazu in den nächsten Tagen mehr…
Wieder zum Thema. Also Pulp Master ist ein kleiner aber feiner Verlag aus Berlin. Pulp Master ist der Verlag für Krimis, Pulp Krimis wohlgemerkt. Wir freuen uns euch Pulp Master präsentieren zu können. Wer mehr über den Verlag erfahren möchte klickt HIER.

Über das Buch (Pulp Master):
Als Gefängnisarzt von Huntsville, Texas, hat Dr. Royce die unangenehme Aufgabe, die Hinrichtung eines zum Tode verurteilten jungen Schwarzen medizinisch zu begleiten. Der Delinquent erscheint in Anbetracht seines Schicksals sonderbar unbeteiligt. Noch während das Gift in die Adern des jungen Mannes strömt, kommen Royce ernste Zweifel an dessen Schuld. Auf der Flucht vor seiner ruinierten Ehe zieht Royce gen Dallas los, um in den Elendsvierteln mehr über den Background des exekutierten Häftlings in Erfahrung zu bringen …
Jim Nisbets Noir-Thriller wird von Kennern des Genres bereits als moderner Klassiker gepriesen. Mit eloquenter, die Atmosphäre kalten Neonlichtes erzeugender Prosa beleuchtet der US-Autor dunkelste Verwerfungen und Selbstzerstörung in einer gewalttätigen Zivilisation.

Pressestimmen:
„Der Autor Nisbet exekutiert seine Figur Royce aus der Direttissima: raus aus der bürgerlichen Welt, hinein in die Drogenhölle. Und setzt damit fort, was er auf den ersten sechzig Seiten im Todestrakt angelegt hat, als er die Hinrichtungsprozedur mit allen unschönen details kalt vorgeführt hat. Die Zuschauer hinter der Scheibe, die Edelstahltrage, die kaputten Venen, das vergebliche Warten auf den Anruf mit der Begnadigungsnachricht. Mencken stirbt, wie es das Gesezt verlangt – „bis alles Leben aufgehört hat.“ Die unerhörte Begebenheit , wie sie Goethe für die Novelle als verpflichtend ansah, gibt es auch. Es ist der Kuss, den der sterbende Mencken, Royce auf die Lippen drückt.“ – Hannes Hintermeier, FAZ
„Wenn je ein Crime-Roman das Etikett „noir“ verdient hat, dann ist es dieser. Jim Nisbets „Tödliche Injektion“, erstmals 1989 auf Deutsch, jetzt in neuer Übersetzung noch einmal erschienen, sollte unter allen Umständen als Klassiker betrachtet werden. Er umspielt sein todernstes Thema, die Fragwürdigkeit (und in der Konsequenz die Ablehnung) der Todesstrafe, mit einer Mixtur aus abgefeimtem Zynismus, herzzerreißendem Melodram und absurd orientiertem Humor, die gelinde gesagt außergewöhnlich ist. Hell wird es in diesem Roman nie. Vor dem inneren Leseauge sieht man die Handlung bestenfalls in einer Art Dämmerlicht ihrem schicksalhaften Ende entgegentaumeln; Dunkel ist die Farbe der Stunde..“ – Katharina Granzin, TAZ

Über den Autor:
Jim Nisbet, Jahrgang 1947, ist Autor von neun Romanen und mehreren Lyrik-Bänden. 1989 erschien sein Roman TÖDLICHE INJEKTION als deutsche Erst-augabe. In den letzten vierzig Jahren veröffentlichte er darüber hinaus diverse Artikel, Essays und Shortstorys in Zeitungen, Zeitschriften und Anthologien sowie ein Sachbuch über Bau und Design retro-futuristischer Möbel. Er lebt mit seiner Frau in San Francisco.